Welcome to the Entrepreneurs Hub! – Startup@HSG launcht neues Startup Office

Geschrieben von Sarah Maria Nordt

Das erste eigene Office – für viele Gründer ein lang ersehnter Meilenstein und auch rückblickend ein wichtiger Abschnitt in der Reise jedes Entrepreneurs. Raum für Innovation, spannende Ideen, geteilte Begeisterung, lange Nächte und für den einen oder anderen auch das gehobene Dinner am Schreibtisch mit der metaphorischen Lieferpizza.

Was an der HSG im traditionellen Gründercontainer bis zum vergangenen Semester beherbergt war – ein lebendiges Ökosystem voller Student Startups aus unterschiedlichsten Industrien – findet nun in der Rosenbergstrasse 51 eine neue Heimat. Eine neue Heimat, in erweiterter Dimension.

In Kooperation mit der Studentenschaft der Universität St. Gallen wurde in der Rosenbergstrasse 51 eine neue Anlaufstelle für studentische Initiativen geschaffen: der Entrepreneurs Hub. Im von der Universität neu erworbenen Gebäude direkt am Bahnhof findet sich in repräsentativer Atmosphäre Platz für Studentische Vereine sowie HSG Startups. Anstelle von abgetrennten Büro Flächen wie im vorherigen Startup Container folgt der Entrepreneurs Hub einem innovativen Nutzungskonzept: abtrennbare Einzelbereiche je Startup ermöglichen ausreichend Privatsphäre und Ruhe für konzentriertes Arbeiten; gleichzeitig laden offene Community Areas im lichtdurchfluteten Gebäude dazu ein, mit anderen Foundern in den Austausch zu treten. Dies fördert die Kommunikation zwischen Startups, bietet einzelnen Founder Teams ausreichend Platz für Workshop und kreative Sessions und trägt so dazu bei, HSG Startups noch besser unterstützen zu können. Ergänzt wird das hybride Co-Working Konzept durch eine Pitching Stage, welche für die Nutzung zu Events einlädt – wie z.B. dem Pitch vor dem zukünftigen Investor.

Auch Startup@HSG wird im neuen Startup Hotspot permanent vertreten sein: mit einem eigenen Office vor Ort und regelmässig anwesenden Coaches stehen wir unseren HSG Startups bei – spontan und mit Rat und Tat, wenn es die nächsten wichtigen Fragen auf der unternehmerischen Reise in Angriff zu nehmen gilt.

Verwaltet wird der neue Entrepreneurs Hub von der Studentenschaft der Universität St. Gallen. Ein eigens gegründeter Fond wurde aufgesetzt, um nötige Umbaumassnahmen und eine Ausstattung mit entsprechendem Interior in der neuen Immobilie zu finanzieren.

Mit dem Entrepreneurs Hub soll dieses Semester ein neuer Abschnitt in der Förderung unserer HSG Startups beginnen. Kreativ, lebendig und auf die Bedürfnisse von Gründerinnen und Gründern massgeschneidert. Die ersten Startups haben ihren Platz bereits gefunden – für alle weiteren erwartet sie das neue Office ab Ende September.


HSG Founder of the Year 2020 - Julian Teicke, Founder of Wefox

The University of St. Gallen, and in particular the School of Management, devotes its educational goals to a vision: the development of talent able to integrate perspectives and to act both entrepreneurial and responsibly.

Especially in today's world, where a pandemic shocks and changes the population and the economy, entrepreneurship, innovation, and responsibility are essential. This pandemic also meant that the annual START Summit, Europe's leading talent conference for entrepreneurship and innovation, had to be canceled. It is now that entrepreneurs should receive the necessary recognition for their work: In such times, entrepreneurs can serve as role models, since they are masters in dealing with uncertainty.

Therefore, we award again the new HSG Founder of the Year 2020 – An award dedicated to

  • innovation in a sustainable market
  • combined with a sustainable business model
  • and executed by a strong entrepreneurial personality.

As in any business or life case, it is the individual who makes things work, who thrives for achievement, who puts believes, thoughts, and concepts into action. In the case of venturing, this individual has to show an incredible degree of perseverance to make the way from an idea to a business, which on top satisfies the prior requirements.

We feel really honored to award this prize. Thanks to the Dr. Werner Jackstädt Foundation, this prize does not only have reputational character but is endowed with 10’000 Swiss Francs. In entrepreneurship, this is the kind of special support that we need, to send out signals and award role models, which encourage others to see possibilities, and to become entrepreneurial active.

Dear Dr. Werner Jackstädt Foundation – Thank you for supporting us and our entrepreneurs!

This year, the decision for the founder of the year was quite difficult. There were many talented and ambitious entrepreneurs to choose from, who lead a successful company every day through their best performance.

To us, the candidates are all impressive nominees. We pay my highest respect for their achievements.

In the end, the choice of the founder of the year 2020 is:

Julian Teicke, Wefox

Julian Teicke holds a bachelor degree in Business Administration from the University of St.Gallen in 2010. Julian is a real Serialpreneur. He started his entrepreneurial career as an Entrepreneur in Residence for the startup chocri. In 2010, he co-founded the well known company DeinDeal. Since 2017, he has been acting as Founding Investor for several startups. However, today, Julian is nominated as Entrepreneur of the year for the founding of Wefox. Wefox is a digital platform that shifts a classic industry to a integrated digital platform. The startup serves customers, brokers and insurance companies by offering an intelligent and efficient way to manage insurance and financial products. Since the beginning, Wefox has already welcomed more than 300,000 clients. Also, the investors are quite thrilled about them: Wefox has raised $235 million in new capital in two financing rounds in 2019.


Female Founder Program: Interview mit Maria Luisa Fuchs

«HSG Female Founder Program» heisst das neue Projekt, das von unserem Coach Maria Luisa Fuchs geleitet wird. Maria Luisa ist selbst erfolgreiche Gründerin eines Startups und zudem Verwaltungsrätin im traditionsreichen Rorschacher Familienunternehmen Molkerei Fuchs. «In der 137-jährigen Firmengeschichte bin ich die erste Frau im Verwaltungsrat», lacht die gebürtige Venezolanerin.

Mit viel Herzblut hat Maria Luisa das neue Programm entwickelt, denn sie möchte das riesige Potenzial von Gründerinnen unterstützen und vorantreiben. Durch ihre langjährige Berufserfahrung und ihr Engagement stellt sie sich diesbezüglich als Mentorin für Gründerinnen auf.

Das Ziel des HSG Female Founder Program ist es, durch das Einbinden weiterer erfolgreicher weiblicher Führungspersönlichkeiten, verschiedenen Workshops und das Coaching von Studentinnen, das Führungspotential von Frauen ins Bewusstsein der Studentinnen an der HSG zu rücken und ein Klima zu schaffen, das mehr junge Frauen zum Schritt in die Selbständigkeit ermutige.

Lest hier das Interview mit Maria Luisa.


Krisenzeiten sind Unternehmerzeiten - Webinar mit Prof. Dietmar Grichnik

Vor gut zwei Monaten wurde die Aufhebung des Lockdowns schrittweise durchgeführt. Nichtsdestotrotz gilt es weiterhin einige Massnahmen in der Bekämpfung der Pandemie einzuhalten, die gegenwärtige und langanhaltende Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Wirtschaft hat. Wir müssen entsprechend lernen, uns an die neue Normalität zu adaptieren und herausfinden, wie wir diese gestalten wollen.

In solchen Zeiten können Unternehmer/innen als Vorbilder dienen, denn sie sind Meister der Unsicherheit. Von ihnen können wir lernen, wie wir nach dem Lockdown eine neue Normalität mitgestalten. Zu der HSG Insights Webinar-Reihe hielt Prof. Dietmar Grichnik am 10. September 2020 ein Online-Webinar mit dem Titel «Krisenzeiten sind Unternehmerzeiten. Wecke in dir die Lebensgeister des Innovierens und Experimentierens!» Im Webinar zeigt Ihnen Prof. Grichnik auf, wie Sie in sieben Schritten zu ihrer individuellen unternehmerischen Freiheit gelangen.

Ziel ist es, auf diese Weise einen konkreten Beitrag zu leisten, dass die heimische Wirtschaft unternehmerisch gestärkt und besser aufgestellt aus diesen mit Unsicherheiten behafteten Zeiten hervorgeht.

 


Female-Entrepreneurship in der Schweiz

Im Schweizer Startup-Ökosystem sind Frauen nach wie vor wenig vertreten. Doch mit der aufkommenden Forderung nach Gleichberechtigung von Männern und Frauen steigt sowohl das Interesse der Wirtschaft, als auch der Wissenschaft am Thema Female-Entrepreneurship.

Ein bevorzugter Fokus in der Wissenschaft im Bereich Female-Entrepreneurship liegt auf dem Gebiet der Finanzierung. Es ist bekannt, dass die Finanzierung ein entscheidender Faktor für den geringen Anteil von Gründerinnen im Startup-Ökosystem sein kann. Die unangenehme Wahrheit ist, dass Unternehmerinnen immer noch weniger Geld von Investoren erhalten als ihre männlichen Kollegen. In einer Studie fanden Kanze, Huang und Higgins (2017) heraus, dass dieser Unterschied durchaus mit der Art der Fragen zu tun hat, die von den Investoren in der Q&A-Runde nach dem Pitch gestellt werden. Männlichen Entrepreneuren werden positiv konnotierte Fragen gestellt, die sich auf die Förderung und das Gelingen des Startups konzentrieren und somit den Pitchenden und sein Startup in ein positives Licht rücken. Demgegenüber werden Female-Entrepreneurs eher präventiv ausgerichtete, negativ konnotierte Fragen gestellt, die potenzielle Zweifel aufwerfen. Somit müssen die Gründerinnen in ihren Antworten ihr Handeln und ihr Startup rechtfertigen, was sie in ein eher negatives Licht rückt. Ein Beispiel: Männer werden gefragt: «Was ist Ihr Anspruch, wenn alles gut läuft?». Demgegenüber bekommen Frauen Fragen wie die Folgende gestellt: «Wie halten Sie die Leute davon ab, Ihr Unternehmen zu kopieren?»

Studien haben gezeigt, dass positiv konnotierte Fragen zu einem höheren Fundraising führen. Entrepreneuren wird deshalb geraten, dass sie bei allfällig präventiv ausgerichteten Fragestellungen während der Q&A-Runde versuchen sollten das Fragemuster zu durchbrechen, indem sie die Diskussion durch gezielt positiv konnotierte Antworten neu gestalten.

Glücklicherweise gibt es auch Positives im Bereich Female-Entrepreneurship aus dem Schweizer Startup-Ökosystem zu berichten. Laut der letzten Ausgabe des Startup-Magazins wurden 41 der TOP 100 Startups 2019 von Frauen (mit-)gegründet oder haben eine Frau im Management. So ist z.B. die zweitplatzierte der Top 100 Startups 2019 Lunaphore Technologies SA von Débora Heintze und die fünftplatzierte BestMile Sàrl von Anne Mellano mitgegründet worden.

Zu den erfolgreichen Startup-Gründerinnen gehören auch HSG-Absolventinnen und -Studentinnen. Beispielsweise zählt die Serial-Entrepreneurin Bettina Hein, u.a. auch Start Global Initiatorin und bekannt als Löwin aus der TV-Show «Die Höhle der Löwen Schweiz», zu den HSG-Absolventinnen. Ein weiteres Vorbild ist Dorina Thiess, die mit ihrem MedTech-Startup Piavita bereits verschiedene Auszeichnungen entgegennehmen durfte und international erfolgreich ist. Darüber hinaus gehören auch unsere (ehemaligen) HSG Entrepreneurial Talents zu dem Kreis der erfolgreichen Gründerinnen. Judith Noerpel-Schneider räumte mit ihrem mitgegründeten Startup Pricenow AG unter anderem den Bits&Pretzels-Preis ab. Cathrin Flühler gründete als Co-Founderin die work cobby GmbH mit, ein Startup, das Büronutzungsmöglichkeiten sowie den Betrieb von Webseiten anbietet und verwaltet.

Um Female-Entrepreneurship in der Schweiz zu fördern, unterstützen wir von Startup@HSG mit unserem Female-Founder-Programm die Studentinnen der Universität St.Gallen in ihrer Gründertätigkeit. Unter anderem bieten wir kostenlose Startup-Coachings, Pitch-Trainings, sowie Support-Events und Talks an. Hier kannst Du mehr über unser Female-Founder-Programm erfahren.


Mythen des Unternehmertums

Möchtest Du Dich gerne selbständig machen, hast aber weder eine weltbewegende Idee gefunden noch trägst Du das Unternehmer-Gen in Dir? Hast Du dann überhaupt eine Chance, zu den glücklichen Unternehmensgründern zu zählen? Oder musst Du nun Dein ganzes Leben für ein Unternehmen arbeiten, das nicht Dir gehört?

 

Wir räumen mit häufig genannten Mythen rund um das Unternehmertum auf.

 

Unternehmer werden geboren, nicht gemacht.

Das Unternehmerdasein ist vielfältig, da kein Unternehmen dem anderen gleicht, dasselbe gilt auch für jeden Unternehmer. Folglich existiert ein spezifischer Erfolgstyp nicht. Zudem zeigt die Forschung, dass Unternehmertum erlernbar ist und Unternehmer nicht als solche geboren werden. Vielmehr steckt in jedem das Unternehmer-Gen. Die eigenen Vorlieben zeigen jedoch auf, in welche Richtung Dein Unternehmerdasein zielt, sprich, welcher Typ von Unternehmer Du bist.

Unternehmer sind Zocker.

Als Unternehmer bist Du in einem Umfeld grösster Unsicherheit tätig. Um diese Unsicherheit zu meistern, verlassen sich erfolgreiche Unternehmer auf ihre verfügbaren Mittel. Diese Herangehensweise, erkannt von der bekannten Entrepreneurship-Forscherin Saras Sarasvathy, wird als «Effectuation-Ansatz» bezeichnet. So bleibt die Zukunft zwar weiterhin unsicher, jedoch können die Entrepreneure mit den vorhandenen Mitteln sofort auf eine sichere Ressource zurückgreifen, direkt mit dem Unternehmensaufbau beginnen und so nur kalkulierte Verluste eingehen (sogenanntes Downside-Potenzial).

Blog: Probieren geht über Studieren
Blog: Verkraftbare/vertretbare Verluste (auf Englisch)

 

Unternehmer sind ihre eigenen Chefs und völlig unabhängig.

Unternehmer haben oft Investoren, die ihnen liquide Mittel in Form von Eigenkapital zur Verfügung stellen. Hierfür bekommen die Kapitalgeber, einen Anteil des Unternehmens und treten, im Falle einer Aktiengesellschaft, als Aktionäre auf. Aktionäre haben meistens nicht nur eine finanzielle Beteiligung am Unternehmen, sondern besitzen auch Stimmrechtsaktien, was bedeutet, dass sie ein Mitspracherecht im Unternehmen besitzen.
Nicht nur die Kapitalgeber und Miteigentümer sind relevant für ein Startup, vielmehr ist der Erfolg eines Startups von seinen Mitarbeitenden, deren Kompetenzen sowie den verschiedenen Anspruchsgruppen abhängig.

Blog: Veränderung der Ziele (auf Englisch)

 

Wenn Du einmal ein Unternehmen in den Sand gesetzt hast, wirst Du nie mehr Geld bekommen.

Viele erfolgreiche Entrepreneure sind vor ihrem ersten Erfolg gescheitert und haben dieses «Scheitern» als Chance genutzt. Wichtig ist, dass Du aus den gemachten Fehlern lernst und sie nicht wiederholst. Denn ein allfälliger Misserfolg muss nicht zwingend negativ sein, weil Du dadurch um eine wertvolle Erfahrung reicher bist, die Dich näher zu Deinem (nächsten) Ziel bringt.

Blog: Misserfolg oder doch Erfolg?

 

Geld ist die wichtigste Zutat für ein Startup.

Noch wichtiger als Geld ist es, dass Du ein Problem löst, das a) möglichst viele Menschen betrifft und b) diese auch bereit sind, für Deine Lösung einen gewissen Preis zu bezahlen. Somit muss ein Markt für Deine Lösung bestehen, ansonsten kannst Du keinen Umsatz bzw. Gewinn erzielen. Darüber hinaus sind die Fähigkeiten und Kompetenzen in Deinem Team von grösster Wichtigkeit, damit Du Dein Unternehmen zum Laufen bekommst, bzw. am Laufen hältst.

Blog: Generiere Nutzen für Deine Kunden (auf Englisch)

Blog: Smart Money ist die bessere Lösung (auf Englisch)

 

Unternehmer sollten jung und energisch sein.

Harvard Business Review hat 2018 eine Studie publiziert, in der festgestellt wurde, dass erfolgreiche Unternehmensgründer im Durchschnitt 45 Jahre alt sind.

         

 

Unternehmer werden nur durch ihre Geldgier motiviert.

Fauchart und Gruber (2011) haben in ihrer Studie über die soziale Identität von Gründern drei «Entrepreneurial Types» erkannt – den Darwinisten, den Kommunitaristen und den Missionar. Alle drei werden aus verschiedenen Gründen angetrieben, Unternehmen zu gründen. Der Darwinist gründet hauptsächlich aus ökonomischen Gründen, der Kommunitarist möchte ein Problem für sein direktes Umfeld lösen und der Missionar sieht das Unternehmen als politisches Sprachrohr, um auf soziale Probleme aufmerksam zu machen und diese anzugehen.

Wenn ein Unternehmer talentiert ist, wird der Erfolg in ein oder zwei Jahren eintreten.

Ein Unternehmer kann noch so gut sein, wenn sein Service bzw. sein Produkt zum falschen Zeitpunkt auf den Markt kommt, sprich, der Markt noch nicht bereit für sein Produkt oder seine Dienstleistung ist, dann wird er nicht erfolgreich sein. Viele verschiedene Faktoren spielen in den Erfolg eines Unternehmers ein, so z.B. sein Netzwerk, seine finanziellen Ressourcen, die Nachfrage am Markt oder Unternehmenspartner.

Durchschnittlich 53% der in den USA neugegründeten Unternehmen überleben die ersten fünf Jahre nicht. Diese Quote betrifft im Übrigen auch andre Länder und ist unabhängig von der Branche und dem Konjunkturzyklus.

Jeder Unternehmer mit einer guten Idee kann Risikokapital aufbringen.

Die fünf wichtigsten Gründe für einen Investor, in ein Startup zu investieren sind:

  1. Markt (69%)
  2. Management bzw. Team (60%)
  3. Strategie (54%)
  4. Wettbewerb (33%)
  5. Produkt und Technologie (30%)

Hier zum Video über den Entscheidungsprozess von Venture Capitalisten.

 

Wenn ein Unternehmer über genügend Startkapital verfügt, kann nichts schiefgehen.

Klar, wenn Du genügend Geld hast, kannst Du Dir viel leisten. Doch ist es nicht so einfach in der Welt der Unternehmer. Um als Unternehmer erfolgreich zu sein, brauchst Du mehr als «nur» Geld, denn Du bist in einer Welt grösster Unsicherheit unterwegs. Nach der unternehmerischen Methode brauchst Du Dein Stärken-Mittelinventar. Stell Dir die Fragen: «Wer bin Ich?»; «Wen kenne Ich?»; «Was kann Ich?». Dadurch stellst Du Deine Werte, Vorlieben und Ideen, Dein Netzwerk sowie Dein Wissen, Deine Fähigkeiten und Deine Erfahrungen zusammen, die Dir als Werkzeug zur Unternehmensgründung dienen.

Wie Du zum Unternehmer wirst, erfährst Du im Buch "Entrepreneurial Living" von Prof. Dietmar Grichnik und "St.Galler Startup Navigator" von Prof. Dietmar Grichnik & Co.

 

In diesem Video räumt Prof. Dietmar Grichnik mit weiteren Mythen zum Thema Unternehmertum auf.

 

 


Podcasts about FoodTech of the HSG Ecosystem

Learn more about FoodTech from FoodTech Startups from the HSG Ecosystem.
 

HSG-Alumna Daniela Steiner ist Co-Ownerin von Felfel, ein Startup, das täglich über 40'000 Mitarbeitende mit feinem und gesundem Essen verpflegt. Das Geschäftsmodell: Ein intelligenter, in Holz verkleideter Kühlschrank wird regelmässig mit leckerem Essen befüllt und von den Betrieben aufgestellt. Felfel ist bereits das zweite Startup von Daniela, zuvor war sie in der Schweiz und in den USA in der Finanzbranche tätig.

 

HSG-Alumnus Daniel Frei ist Mitbegründer und CEO des Gastronomieunternehmens Tibits. Seit 2000 bietet der Familienbetrieb saisonale vegetarische und vegane Gerichte an. Inzwischen gibt es die vegetarischen Restaurants an elf Orten in der Schweiz sowie zweimal in London und einmal im deutschen Darmstadt. Daniel spricht über das Erfolgsgeheimnis und die Hintergründe des mittlerweile etablierten vegetarischen Restaurants.

 

HSG-Alumna Yuan Yao ist «Serial Entrepreneur» und baut gerade ihr Startup Nummer vier und Nummer fünf parallel auf. Die erst 34-Jährige ist ehemalige Diplomatin, Lehrerin, Übersetzerin, Schriftstellerin und professionelle Köchin. Bereits mit 26 Jahren wurde sie die jüngste Wirtschaftsprofessorin an der East China Normal University in Shanghai, wo sie Entrepreneurship lehrte.

 

More interviews:

Felfel

Hitzberger

Umami

Faitron

Buyfresh


i4 Challenge – Industrial Transformation in the era of smart technology

Industry 4.0 is the name given to the next phase of the Industrial Revolution that focuses heavily on interconnectivity, automation, machine learning, real-time data, teams and organization, and new business models.

Making the move from traditional production models into the next generation of smart technology shaped by increased connectivity, Internet of Things (IoT) applications, and data-driven solutions is essential for businesses that don’t want to get left behind.

Industrial transformation is already seeing factories become increasingly automated and self-monitored as machines are given the ability to analyze and communicate with each other. But Industry 4.0 isn’t just about investing in new technology and tools to improve manufacturing efficiency—it’s about revolutionizing the way your entire business operates and grows while still meeting customers and supplier’s expectations.

 

The i4Challenge

The i4Challenge is an acceleration program for SME, startups, and new projects focused on innovative solutions, new approaches, and next-generation products or services for Industry 4.0 transformation in the following themes:

  • Customer-focused innovations
  • Digital transformation
  • Digital factory
  • Smart factory
  • Digital business transformation
  • Robotics; IoT; AI; VR; AR
  • Information technology
  • 3D printing

 

APPLY NOW

 

 

Key dates

SME and Startup tracks:

Deadline: 17 July 2020

Pitch days: 25 to 26 August 2020

Winners announced: 29 September 2020

BE 4.0 Mullhouse: 17 to 18 November 2020

 

New ideas track:

Deadline: 2 November 2020

Winners announced: 16 December 2020

Personalized coaching: January to June 2021

 

Program benefits

SME and Startup tracks

Projects accepted through these i4Challenge categories receive a number of benefits to help foster successful commercial launch and business success of Industry 4.0 projects. These include:

  • an exhibition space at the BE 4.0 trade fair in Mulhouse
  • exposure through Basel Area Business & Innovation online channels
  • access to the Basel Area Business & Innovation Industry 4.0 network of experts, innovators, businesses, investors and more
  • mentoring from industry experts
  • access to a coworking space for six months in one of our three Switzerland Innovation Park Basel Area sites
  • possibility to appear as key note speaker at one of our events
  • a free one-year membership to the Société Industrielle de Mulhouse (SIM)
  • privileged access to the network and activities of the partners of the Interreg Upper Rhine 4.0 project.

 

New ideas track

Projects accepted through the i4Challenge “new ideas” category receive a number of benefits to help to bring the idea to market readiness:

  • Access the Basel Area Business & Innovation network
  • Preferential access to the network and to the activities of the partners of the Interreg Upper Rhine 4.0 project
  • Tailor-made mentoring from industry experts
  • Funding for further development of the idea
  • access to a coworking space for six months at the Switzerland Innovation Park Basel Area Site Jura

 

Flyer_i4challenge_EN FINAL 2[1]


Misserfolg oder doch Erfolg?

«Leidenschaft erzeugt Durchhaltevermögen, eine essenzielle Unternehmereigenschaft, die es überhaupt ermöglicht, ein aus den eigenen Stärken ermitteltes neues Lösungskonzept für ein Kundenproblem weiter zu entwickeln und gegen alle Zweifler und im Falle des Markterfolges gegen die aufkommende Konkurrenz durchzusetzen.» (D. Grichnik, 2016)

Um durchzuhalten ist es relevant, dass Dein identifiziertes Problem und die damit einhergehende Lösung Deine Leidenschaft weckt. Ein weiterer wesentlicher Faktor für Deinen Erfolg als Unternehmer ist, dass Dein identifiziertes Problem von vielen Menschen als Problem wahrgenommen wird, damit Du Deine Lösung vermarkten und entsprechend skalieren kannst. Ein bedeutender Schritt als Unternehmer ist es folglich, dass Du das Feedback des Marktes richtig deutest, und Dir ehrlich eingestehst, ob Deine angestrebte Lösung erfolgreich sein wird oder nicht. Auch ein allfälliger Misserfolg muss nicht zwingend negativ sein, denn Du bist um eine wertvolle Erfahrung reicher, die Dich näher zu Deinem (nächsten) Ziel bringt. Viele erfolgreiche Entrepreneure sind vor ihrem ersten Erfolg gescheitert und haben dieses «Scheitern» als Chance genutzt. Das Paradebeispiel ist wohl Thomas Edison, der 10'000 Wege kannte, wie eine Glühbirne nicht funktioniert, bevor er die erste funktionierende Glühbirne entwickelte. Aber auch Bill Gates scheiterte, bevor er Microsoft gründete. Gates startete mit einem Freund das Startup Traf-O-Data, mittels welchem sie Verkehrsingenieuren Auswertungsberichte amerikanischer Strassenverkehrszähler anboten, um den Verkehr zu optimieren. Zwei Faktoren führten zum Scheitern dieses Startups, ein interner und ein externer Faktor. Zum einen funktionierte der Prototyp nicht, zum anderen wurden solche Berichte kurz darauf kostenlos von den jeweiligen Bundesstaaten bereitgestellt. Zweitgenannter Faktor machte das Produkt überflüssig. Durch seinen ersten Gründungsversuch lernte Gates jedoch, eine Software zu entwickeln, was zur Gründung von Microsoft führte.

Das Scheitern ist Teil der unternehmerischen Realität. Sei Dir stets bewusst, dass es nicht auf einer persönlichen Ebene stattfindet, sondern auf der Ebene eines Gegenstandes (des Startups). Dieser als Scheitern interpretierte (Miss)Erfolg erhöht Deine Chancen auf den unternehmerischen Erfolg in einem späteren Startup automatisch. Eigne Dir die Fähigkeit an, erlebte Emotionen zu regulieren – Freude und Furcht wahrzunehmen, zu kontrollieren und zu nutzen. Diese Fähigkeit hat unmittelbare Auswirkungen auf Deinen persönlichen wie auch beruflichen Erfolg, denn hierdurch kannst Du Deinen Unternehmergeist entwickeln, das bekannte «Entrepreneurial Mindset».

Bist Du nun bereit, Dein Startup zu gründen, oder brauchst Du noch etwas Motivation?

Falls Du noch Motivation brauchst, dann mach den Meterabstandtest (nein, dies hat nichts mit der Reduktion der Ansteckungsgefahr an COVID-19 zu tun). Besorge Dir einen flexiblen Meter (z.B. diejenigen, die man bei IKEA erhält). Stell Dir vor, dass die abgebildeten Zentimeterangaben Deine Lebensjahre sind. Gehen wir davon aus, dass Du das durchschnittliche Alter von 80 Jahren der Menschen, die in der DACH-Region leben, erreichst und schneide die restlichen 20 cm ab bzw. knick sie um. Nun bemalst Du die Zeitspanne von Deinem heutigen Alter bis zu der 80er-Marke mit einem Highlighter. Der bunte Abschnitt visualisiert die Zeitspanne, die Du noch hast, um unternehmerisch tätig zu sein. Falls dies noch nicht Motivation genug ist, um jetzt mit der Umsetzung Deiner unternehmerischen Tätigkeit zu beginnen, dann haben wir Dir hier die Hardcore-Variante: Geh davon aus, ceteris paribus, dass Dein Leben einen Tag (24 Stunden) lang dauert. Dies bedeutet, dass Du mit 40 Jahren bei 12:00 Uhr mittags angekommen bist. Wie sieht es auf Deiner «unternehmerischen Uhr» nun aus, ist es fünf vor oder bereits zehn nach zwölf?


Businessplan, ja oder nein?

Stehst Du am Anfang Deiner unternehmerischen Tätigkeit und überlegst Dir, ob Du nun einen Businessplan schreiben oder einfach drauflosarbeiten sollst? Dann ist dies der richtige Beitrag für Dich.

Aus der Forschung ist klar zu erkennen, dass lediglich ein Fünftel des Unternehmenserfolgs junger Unternehmen auf deren langfristige Planung, zurückzuführen ist. Entrepreneure raten daher, dass Du erst dann planst, wenn es tatsächlich nötig ist, beispielsweise vor einer grösseren Finanzierungsrunde. Denn je etablierter das Unternehmen wird, desto relevanter wird die strategische Planung. Stehst Du jedoch an der Startlinie Deiner unternehmerischen Tätigkeit, dann empfiehlt es sich, dass Du Deine wertvolle Zeit in die Validierung Deiner Geschäftsidee investierst. Dies bedeutet, dass Du zunächst Dein passendes Geschäftsmodell mit dem Kunden oder in Bezug auf dessen Inputs entwickeln solltest, anstatt die Zeit mit dem Schreiben eines Businessplans zu verwenden. Sobald genügend valide Informationen aus dem Kundenfeedback und gegebenenfalls von der Konkurrenz vorliegen, kannst Du mit dem effektiven Planen anfangen. Dabei sollst Du jedoch keinen 50-seitigen Businessplan erstellen, denn Businesspläne können nicht verhindern, dass Unerwartetes auftritt. Solche Veränderungen gehören zum Unternehmeralltag nun mal dazu.

Wie kannst Du aber Dein Unternehmen trotz dieser Unsicherheit zum Erfolg bringen? Halte statt eines Businessplans Plan B, C und C bereit. Für den Beginn Deiner unternehmerischen Reise eignet sich das Lean-Startup-Prinzip. Das Ziel des Lean-Startup-Prinzips ist es, dank der Formulierung und des Testens von Hypothesen eine möglichst kostengünstige Unternehmensgründung mit schnellem Markteintritt voranzutreiben. Zur Hypothesenformulierung überlegst Du Dir kritische Punkte, an denen Dein Geschäftsmodell scheitern könnte. Das Augenmerk wirfst Du hierbei auf Deine Zielkunden, Dein Werteversprechen, Deine Wertschöpfungskette und Deine Ertragsmechanik. Stelle Hypothesen auf, die zum Beispiel testen, in welcher Form der grösste Mehrwert für Deine Kunden geschaffen wird, wer überhaupt Deine Kunden sind oder wie viel sie bereit sind für Dein Produkt/Service zu bezahlen. Um Hypothesen zu formulieren, kannst Du die sogenannten Analogs (vergleichbare Angebote im Markt) und Antilogs (gegensätzliche Angebote im Markt) zur Hilfe ziehen. Überprüfe in Deinem Markt (aber auch ausserhalb lohnt es sich), welche Geschäftsmodelle und deren Bestandteile funktionieren und welche nicht. Finde heraus, weshalb gewisse Geschäftsmodelle in Deinem Markt nicht funktionieren, ob es bestimmte zu bevorzugende Kundensegmente gibt, ob der Markt bestimmten aufsteigenden bzw. abnehmenden Trends unterliegt oder wie stark der Markt umkämpft ist. Analogs sind Bestandteile Deines Geschäftsmodells, die im Markt bereits funktionieren und Du ebenfalls anwenden möchtest. Hier stellst Du Dir die Frage, was Du von der Konkurrenz lernen kannst, dass deren Bestandteile auch bei Deinem Geschäftsmodell funktionieren. Antilogs sind Bestandteile, die es in Deinem Markt noch nicht gibt, die Du jedoch zu Deinem Geschäftsmodell hinzufügst, damit Du eine einzigartige, kaum imitierbare aber erfolgreiche Lösung anbietest. Antilogs finden sich dann, wenn Marktteilnehmer sich bewusst für neue, andere oder gegensätzliche Geschäftsmodellbestandteile entscheiden, die bis dato entweder unerprobt waren, zuvor gescheitert sind oder aus einem komplett anderen Markt übertragen werden sollen.

Sobald Du passende Hypothesen aufgestellt hast, gilt es diese mittels des Feedbacks potenzieller Kunden zu testen. Halte jede einzelne Rückmeldung zu jeder Deiner Hypothesen fest, damit Du sie auswerten kannst und so ein genaues Bild über Deine Kunden und Deinen Markt erhältst. Überdies kannst Du die Sammlung an Rückmeldungen zur Gewinnung neuer Mittel und Ideen sowie neuer Ziele nutzen. Diese Auswertung ist für künftige Finanzierungsrunden von grosser Bedeutung, wenn Du potenzielle Investoren von Deiner Idee und dessen Umsetzungspotenzial überzeugen willst. Beachte beim Testen der Hypothesen, dass jede Änderung eines Elements Deines Geschäftsmodells normalerweise Änderungen an anderen Elementen nach sich zieht. Am besten fängst Du mit der Zielgruppenhypothese an. Kristallisiert sich bei deren Überprüfung heraus, dass Du mit Deiner Hypothese zu Deinen Zielkunden falsch gelegen hast, solltest Du zurück zur Startlinie gehen und Dich neu orientieren, sprich, einen sogenannten «Pivot» machen. Es ist unerlässlich, dass Du die passende Zielgruppe findest, für die Du ein relevantes Problem löst und die darüber hinaus bereit sind, für diese Problemlösung zu bezahlen.

Also, zurück zur eingangs gestellten Frage, ob es Sinn ergibt, zu Beginn einen Businessplan zu erstellen: Businesspläne können Dir in Deiner unternehmerischen Tätigkeit helfen, jedoch erst, wenn Hypothesen bestätigt werden und Deine unternehmerische Tätigkeit soweit ist, dass sie eine Planung zulässt. Zuvor sind sie oft hinderlich, da sie zu starr sind, Unvorhergesehenes nicht inkludieren und Parameter festlegen, ohne diese vorgängig validiert zu haben. Daraus resultiert, dass Du zu Beginn zu wenig flexibel bist, was in einer unsicheren Welt eines Unternehmers zum Niedergang führen kann. Deshalb rät es sich: Entwickle eine Routine im Umgang mit dem Unerwarteten! Teste Hypothesen und sei offen für Veränderungen. Geh auf Deine Kunden ein und spüre heraus, was die beste Lösung für das identifizierte Problem ist, damit Du für eine möglichst grosse Anzahl an Menschen die passende Lösung findest und diese zudem bereit sind, dafür zu bezahlen.