Über die Rettung der Welt, Startups und Corona

Hinter uns liegt ein Jahr, welches für viele im Zeichen eines bestimmten Virus stand: Covid-19. Es hat verändert, wie wir interagieren, bestimmte zeitweise unser gesamtes Sozialverhalten und hat somit in unserem Gedächtnis einen nachhaltigen und schmerzhaften Eindruck hinterlassen. Bei all den negativen Auswirkungen wurden zu Beginn der Krise Stimmen laut, die zumindest eine positive Prognose in der pandemischen Ausbreitung von Covid-19 mit allen hierzu gehörenden Konsequenzen sahen: ein massiver Beitrag zum Umweltschutz durch eine radikale Senkung der Co2 – Emission. Der Folgeschluss schien naheliegend: können Personen nicht mehr so einfach von der Schweiz nach Übersee fliegen, entfällt durch den Einzug des Home Office die Pendlerei ins Büro und werden viele Meetings in den digitalen Raum verschoben, dürfte der ökologische Fussabdruck für viele Menschen erheblich geringer ausfallen. Das Corona Virus: ein heimlicher Retter des Klimas?

Heute liegen Daten vor, dass diese allzu optimistischen Prognosen leider nicht allzu umfangreich auch tatsächlich in der Realität nachweisbar sind. Gemäss einer Studie der World Meterological Organization kam es 2020 zwar zu einer dramatischen Reduktion an Co2 – Emissionen im Gesamten. Dies hat jedoch keinen direkten Einfluss auf eine Senkung oder Verlangsamung des Klimawandels. Zudem seien die positiven Auswirkungen auf die Umwelt als nichtig zu betrachten, da diese von anderen Effekten und einem weiterhin allgemein sehr hohen Niveau an globalen Schadstoff- Ausscheidungen verdrängt werden würden.

Ernüchternd. Hatten doch viele, auch offizielle Institutionen, wie es ein Bericht des Nachrichtensenders BBC zusammenfasst, auf einen positiven Effekt des Covid – 19 auf die Erreichung von Klimazielen vertraut.

Was nun? Wenn nicht einmal ein derart massiv in unseren Alltag und global verankertes Virus dem Klimawandel entgegenwirken kann – was dann?

Unsere Antwort: durch ein radikales Umdenken unserer alltäglichen Konsum- und Lebensgewohnheiten. Und zwar so, dass diese Änderungen für uns mit einem zusätzlichen Mehrwert einhergehen.

Und hier kommen Startups ins Spiel. Durch innovative Geschäftskonzepte, das Neudenken des Bestehenden und radikale technologische Neuerungen liefern sie uns einen «Extra Value on top», ohne im Gegenzug die pure Askese zu fordern, um einen Beitrag für den Schutz von Mensch und Umwelt zu leisten. Als Zentren der dezentralen Innovation.

Das HSG Startup und diesjährige Entrepreneurial Talent «SodaBottle» beispielsweise hat es sich als Ziel gesetzt, den Verbrauch von umweltschädlichen PET- Flaschen massiv zu senken. Mit der portablen SodaBottle Flasche können Kunden überall und zu jederzeit selbst Leitungswasser mit Kohlensäure anreichern und brauchen so nicht zwischen dem umweltfreundlichen, aber faden Hahnenwasser oder der prickelnden Sprudel Variante aus der PET-Flasche zu wählen .

Auch das HSG Startup «SmartBreed» hat die Vision, unsere Lebensgewohnheiten umweltfreundlicher zu gestalten. Anstelle des sehr hohen Fleischkonsums soll in Zukunft die Proteinzufuhr vieler Menschen über Insektenbasiertes Protein gedeckt werden. Mit dem von SmartBreed entwickelten Ansatz können Insekten einfach, effizient und für die Anwendung in einer modernen Gesellschaft tauglich gezüchtet werden.

Dies sind nur zwei Beispiele einer grossen Anzahl an HSG Startups, für welche das Thema Nachhaltigkeit an höchster Stelle steht. Der Schutz unserer Umwelt und somit unserer natürlichen Lebensgrundlage, betrifft uns alle. Innovation und technologische Disruption gibt uns die Möglichkeit, diese auch nachhaltig zu bewahren.

 


"Entrepreneurial Law" - Wie Gründer Rechtsfragen lösen

Während in grossen Unternehmungen Rechtsabteilungen sich mit rechtlichen Anliegen aus Produkt-, Kunden- und Unternehmensperspektive beschäftigen, gibt es diesen Bereich in den meisten Startups nicht. Wie sollte es auch anders sein – zeichnen sich Startups in vielen Fällen doch gerade durch eine fluide, kreative und teilweise auch etwas unkonventionelle Aufgabenteilung und Gestaltung von Zuständigkeitsbereichen aus. Während das von einem Juristen gegründete Startup die eigene Rechtsabteilung quasi «In House» zur freien Disposition zur Verfügung hat, sind es für Gründer aus anderen Disziplinen oftmals rechtliche Fragen, die im Laufe der Startup Entwicklung besonders wichtige Fragen und grosse Unsicherheiten aufwerfen.

Dabei geht es bei rechtlichen Fragen nicht nur um die Vermeidung von Rechtsverletzungen, sondern auch um die bestmögliche Ausnutzung und Sicherstellung unternehmerischer Opportunitäten. Während sich auf der potentiellen «Downside» rechtlicher Anliegen Themen wie Abmahnungen oder Produkthaftung bei Schädigung von Konsumenten finden, birgt der Bereich der «Entrepreneurial Law» jedoch auch zahlreiche potentiell positive Aspekte, beispielsweise im Bereich des Intellectual Property. Wer informiert ist, welche Möglichkeiten zur Anmeldung einer Marke bestehen, legt die Grundlage zum Aufbau einer werttragenden Brand Identity und beugt wertvernichtenden Streitigkeiten im Bereich des Markenrechts vor. Auch bei der Frage des «Patent vs. Pitch» ist es zur Sicherung geistigen Eigentums für den Unternehmer wichtig zu wissen, dass als Patent nur tatsächlich neue technische Erfindungen geschützt werden können. Wer seine technologische Neuheit beim weltweit gestreamten Gründerpitch vor Einreichung der Patentanmeldung der Öffentlichkeit präsentiert, gefährdet somit deren rechtliche Schutzfähigkeit.

Da im Bereich rechtlicher Fragen für Gründerinnen und Gründer oftmals grosse Unsicherheit besteht, bietet das Entrepreneurial Ecosystem an der HSG zahlreiche Möglichkeiten, um im frühen wie auch fortgeschrittenen Unternehmensstadium rechtliche Klarheit zu schaffen.

Ein Vorreiterbeispiel studentischen Engagements ist hierbei der Verein «Law Clinic». Dies ist ein Zusammenschluss von Rechtsstudierenden, welche in Kooperation mit Rechtsprofessoren der Universität St. Gallen, entgeltfreie Rechtsberatung anbieten.  Die Angebote der Law Clinic umfassen dabei eine studentische Erstberatung: wichtige Themengebiete können besprochen, auf relevante Aspekte hingewiesen werden. Die Beratung dient dabei zur «Ausleuchtung» des Anliegens und als juristische Ersteinschätzung – eine Haftung kann nicht übernommen werden.

Für Gründer, deren rechtliche Anliegen über die juristische Ersteinschätzung hinausgehen oder die ein spezifischeres Anliegen haben, gibt es Anwälte, die sich explizit auf den unternehmerischen Kontext spezialisiert haben. Eine auf diese unternehmerischen Rechtsfragen spezialisierte Kanzlei ist das von Patrick Mark gegründete «jurdesk.». Selber als Gründer und Investor tätig, kennt Patrick Mark die Anliegen von Startups zum Einen aus der operativen Hands On Perspektive, zum Andern auch aus dem Blickwinkel der anwaltlichen Praxis. Gemeinsam mit seinem Anwaltspartner Thomas Kindler berät er Startups zu allen Themen wie Valuation, Shareholder Agreements, Term Sheets, Data Protection und der rechtlichen Ausgestaltung von Exit Strategien. Für Gründer von der HSG besonders interessant: Im diesjährigen «Entrepreneurial Talent Program» hatten die Startups die Möglichkeit, eine 30 minütige kostenfreie Beratung von jurdesk. in Anspruch zu nehmen, um hier die wichtigsten rechtlichen Anliegen zu thematisieren. Das Angebot wurde von den Talents mit grossem Interesse und Begeisterung angenommen und bestätigt die hohe Brisanz rechtlicher Fragestellungen im unternehmerischen Kontext.


Startup Valuation - How much is my business?

Die Frage, wie viel das eigene Startup Wert ist, beschäftigt jeden Gründer spätestens in jenem Moment, wenn die Finanzierung durch externe Investoren relevant wird. In der Regel werden selten Nominalbeträge und Absolutanteile verhandelt, sondern vielmehr die Frage diskutiert, was eine angemessene Pre Money- bzw. Post Money- Valuation sei. Die Pre Money- Valuation bezeichnet dabei den Unternehmenswert des Startups vor der Kapitaleinlage bzw. Investition durch den Investor. Die Post Money- Valuation jenen Wert nach erfolgter Geldeinlage. Ein Startup mit einer Pre Money- Valuation von CHF 1,5 Millionen würde nach einer Investition von CHF 500'000 eine Post Money- Valuation von CHF 2 Millionen aufweisen, wobei der Investor bei Investition einen Unternehmensanteil von 25% halten würde. Die Unterscheidung zwischen Pre- und Post Money- Valuation ist dabei bei Verhandlungen mit potentiellen Investoren wichtig zu beachten, da sich unter Umstände bei Verwechslungen geradezu konträre Erwartungen aus Investitionsvolumen und Equity Anteil ergeben können.

Zur Ermittlung der Pre Money- Valuation existieren verschiedene Verfahren.

Bei der «Standard Earnings Multiple» Methode liegt besonderer Fokus der Betrachtung auf mutmasslichen Gewinnentwicklungen in der Zukunft sowie Free Cash Flows.

Die «Discounted Cash Flow» Methode berechnet über das geschätzte Marktpotential und -volumen des zu bewertenden Startups die Prognosen der Umsatzentwicklung, die dazugehörige Kostenstruktur sowie Komponenten des Working Capital Managements und diskontiert mit einem Zeitfaktor die zukünftigen Cash Flows der unternehmerischen Tätigkeit auf den Wert zum Zeitpunkt 0.

Eine teilweise unter VCs gebräuchliche Methode wird als «5 Times your Raise» bezeichnet. Da einige Investoren oftmals Anteile im Umfang von 20- 25 % präferieren, kann als Faustregel die gesamte Investitionssumme mit dem Faktor 5 multipliziert werden, um eine Bewertung des Ventures zu erhalten.

Der gebräuchlichste Ansatz zur Validierung von Startups stellt die «VC Methode» dar. Anhand der prognostizierten Umsätze zum Exit Zeitpunkt, welcher dem Ende der Investitionshorizonts entspricht, wird das korrespondierende EBITDA berechnet. Mit Hilfe eines EBITDA / Unternehmenswert Multiples, welches im Branchenvergleich aus Unternehmensdatenbanken ermittelt werden kann, leitet man aus dem EBITDA den Unternehmenswert zum Exit Zeitpunkt ab. Der prognostizierte EBITDA zum Exit Zeitpunkt, multipliziert mit dem Unternehmenswert Multiple, ergibt den gesamten Unternehmenswert zum Exit Zeitpunkt.

Basierend auf der vom Investor angestrebten Internal Rate of Return (IRR) für das Investment wird der zukünftige Unternehmenswert auf den Zeitpunkt 0 herabdiskontiert. Hieraus leitet sich der heutige Unternehmenswert ab. Dieser entspricht der Post Money- Valuation.

Während Methoden wie der «Discounted Cash Flow» Ansatz oftmals eine aufwändige Analyse mit sich bringen, ist die «VC Methode» ein vergleichbar robuster und einfach anwendbarer Ansatz. Aus diesem Grund findet er eine weite Verbreitung unter Investoren wie auch Gründern zur Bewertung von Startups.

Du möchtest mehr zum Thema Startup Valuation erfahren? Am 09.12. gibt es von Startup@HSG ein interaktives Webinar mit EY Finance Experten zum Thema Unternehmensbewertung. Anmelden kannst Du dich unter folgendem Link: Mastering the challenges in startup valuation - A webinar hosted by Startup@HSG in cooperation with EY | Startup@HSG

 

Verfasst von Sarah M Nordt.


Entrepreneurial Talents Program fördert High Potential Startups

Das «HSG Entrepreneurial Talent Program» ist eine Auszeichnung für erfolgversprechende Startups und Gründer: mit potentialreichen Geschäftskonzepten, einem spannend innovativen Kundenmehrwert und bahnbrechenden Technologien. Kuratiert und durchgeführt wir das «HSG Entrepreneurial Talent Program» von Startup@HSG am Center von Entrepreneurship der Universität St. Gallen, mit Unterstützung durch die Jackstädt-Stiftung.

Auch dieses Jahr freuen wir uns, mit den acht der besten Startups aus der hinter uns liegenden Bewerbungsphase das «HSG Entrepreneurial Talent Program» durchführen zu dürfen. Die diesjährigen Talents bilden eine facettenreiche Bandbreite unterschiedlichster Industrien und Teamkonstellationen ab. Von FinTech, MedTech und FoodTech bis hin zu neuen Lösungen im Bereich Consumer Goods sind die Talents ein repräsentativer Ausschnitt aus der lebendigen und vielseitigen Startup Community an der Universität St. Gallen. Vom reinen Team aus HSG Studenten und Studentinnen und Kooperationen mit Technologieexperten der ETH bis hin zu teaminternen Verbindungen an die TU München zeigt das diesjährige Sample der Talents, was Unternehmertum bedeutet: Agilität. Interdisziplinarität. Und geteilte Begeisterung – über Universitätsgrenzen hinweg.

Wesentlich komplexer als den Vorjahren gestaltete sich dieses Jahr der Jurierungsprozess. Dank eines breit verankerten Interesses in der Studentenschaft am Thema Gründen und unter der HSG Startup Community gingen bei Startup@HSG dieses Jahr mehr Bewerbungen ein als in jedem Förderungszyklus zuvor. Das Interesse an der eigenen Gründung nimmt kontinuierlich zu? Wir sind überzeugt! Und die grosse Anzahl höchst qualitativer Bewerbungen ist der beste Beleg hierzu. Umso schwieriger gestaltete sich der Auswahlprozess für die Jury Mitglieder, einem Team erfahrener Coaches von Startup@HSG. Angewandte Jury Kriterien waren unter Anderem der Grad an Innovation des Produkts/Services bzw. des Geschäftsmodells, der Stand der Entwicklung, die Herangehensweise der Umsetzung, technologische Komponenten und das mutmassliche Marktpotential.

Mit dem Kick Off Event diesen Mittwoch, 30.10.2020, im Maker Space der Universität hatte das Förderprogramm nun seinen offiziellen Auftakt. Unter der Leitung von Diego Probst erhielten die Talents einen Einblick in das Programm der anstehenden Wochen. Von einer Vorstellung des regionalen Startup Incubators Startfeld, über einen IP Workshop mit dem Zürcher Anwalt Dr. Paul Peyrot, individuelle Legal Consultancy Session mit Rechtsanwalt Patrick Mark und einem Intro der Amazon Web Services bis hin zur Möglichkeit beim VC Fond «Backbone Ventures» das eigene Startup vorzustellen, eröffnet sich für die jungen Gründer ein vielseitiges und durchdachtes Coaching Programm. Begleitet werden die Startups während des Programms von einem individuell zugeteilten Coach für zusätzliche One-to-One Feedback- und Business Development-Sessions. Betreuende Coaches des diesjährigen Zyklus sind Luisa Maria Fuchs, Eduard Müller, Robert Schneider und Sarah Maria Nordt.

Wir freuen uns auf ein spannendes Semester mit den diesjährigen Talents und sind gespannt auf ihre weitere unternehmerische Reise!

(Geschrieben von Sarah Maria)


Female Founder Program: Interview mit Maria Luisa Fuchs

«HSG Female Founder Program» heisst das neue Projekt, das von unserem Coach Maria Luisa Fuchs geleitet wird. Maria Luisa ist selbst erfolgreiche Gründerin eines Startups und zudem Verwaltungsrätin im traditionsreichen Rorschacher Familienunternehmen Molkerei Fuchs. «In der 137-jährigen Firmengeschichte bin ich die erste Frau im Verwaltungsrat», lacht die gebürtige Venezolanerin.

Mit viel Herzblut hat Maria Luisa das neue Programm entwickelt, denn sie möchte das riesige Potenzial von Gründerinnen unterstützen und vorantreiben. Durch ihre langjährige Berufserfahrung und ihr Engagement stellt sie sich diesbezüglich als Mentorin für Gründerinnen auf.

Das Ziel des HSG Female Founder Program ist es, durch das Einbinden weiterer erfolgreicher weiblicher Führungspersönlichkeiten, verschiedenen Workshops und das Coaching von Studentinnen, das Führungspotential von Frauen ins Bewusstsein der Studentinnen an der HSG zu rücken und ein Klima zu schaffen, das mehr junge Frauen zum Schritt in die Selbständigkeit ermutige.

Lest hier das Interview mit Maria Luisa.


Krisenzeiten sind Unternehmerzeiten - Webinar mit Prof. Dietmar Grichnik

Vor gut zwei Monaten wurde die Aufhebung des Lockdowns schrittweise durchgeführt. Nichtsdestotrotz gilt es weiterhin einige Massnahmen in der Bekämpfung der Pandemie einzuhalten, die gegenwärtige und langanhaltende Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Wirtschaft hat. Wir müssen entsprechend lernen, uns an die neue Normalität zu adaptieren und herausfinden, wie wir diese gestalten wollen.

In solchen Zeiten können Unternehmer/innen als Vorbilder dienen, denn sie sind Meister der Unsicherheit. Von ihnen können wir lernen, wie wir nach dem Lockdown eine neue Normalität mitgestalten. Zu der HSG Insights Webinar-Reihe hielt Prof. Dietmar Grichnik am 10. September 2020 ein Online-Webinar mit dem Titel «Krisenzeiten sind Unternehmerzeiten. Wecke in dir die Lebensgeister des Innovierens und Experimentierens!» Im Webinar zeigt Ihnen Prof. Grichnik auf, wie Sie in sieben Schritten zu ihrer individuellen unternehmerischen Freiheit gelangen.

Ziel ist es, auf diese Weise einen konkreten Beitrag zu leisten, dass die heimische Wirtschaft unternehmerisch gestärkt und besser aufgestellt aus diesen mit Unsicherheiten behafteten Zeiten hervorgeht.

 


The Female Founder Session at the Centre for Entrepreneurship

After researching and discussing the omnipresent topic about gender diversity and women quotes in boards of directors at the Centre for Entrepreneurship, it was time to start a new project. Startup@HSG has therefore successfully launched their newest initiative: The Female Founder Session.

The goal is to have a Female Founder Session once or twice a semester and to enable a panel discussion for the female entrepreneurship spirit at the University of St. Gallen. Having many female students interested in the topic at HSG, it gives a great platform to learn about the experiences, difficulties and opportunities of being an entrepreneur themselves. It aims to give room for conversations and discussions around the topic of female entrepreneurship.

The very first female founder session took place on the 28th of October in a casual and intimate matter. Approximately 20 students met in the MakerSpace to discuss current topics all around female entrepreneurship. Our inspiring panellists Anne Grassler from FelFel and Edith Infanger from Infanger Consulting were able to give the students an insight into being a successful female entrepreneur. Additionally, Sarah Nordt from Sanoge by Snordtmade was able to share her experience of being a young entrepreneur and founding her very own startup during her studies recently. All three referents have given insightful inputs for our guests and stayed for a great networking apero.

We are looking forward to many more Female Founder Sessions at the University of St. Gallen and to reach even more students. For updates follow our website: https://www.startuphsg.com/female-founder-session/


Schon die zweite Frau im Verwaltungsrat kann die «Boys' Club Culture» kippen

Forschung am Lehrstuhl für Entrepreneurship der Universität St.Gallen zeigt, dass das Minoritätsverhältnis der Frauen im Verwaltungsrat junger Unternehmen nachteilig sein kann. Das Überraschende: Schon mit einer ersten Erhöhung des Anteils, also der zweiten Frau im Verwaltungsrat, sind die Vorteile der Geschlechtervielfalt spürbar. Vermutet wird, dass sich Diskussionen und Entscheidungen von einer rein männlich geprägten Kultur lösen können. Diese Ergebnisse basieren auf der Analyse von jungen Unternehmen – Startups –, die eine Risikokapitalfinanzierung erhalten haben. Dabei zeigt sich, dass ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Mann und Frau im Verwaltungsrat positive Effekte auf die Unternehmensperformance hat, zum Beispiel in dem Netzwerkeffekte besser genutzt werden. Die Resultate erklären sich durch eine erhöhte Anerkennung konträrer Meinungen und durch das Aufbrechen einer reinen «Boys' Club Culture» bei Paritätsverhältnissen im Verwaltungsrat.

Dies und mehr zeigt die wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel «Venture Capital And The Effects Of Gender Diversity In New Venture Board Interlocks», welche dieses Jahr an der Konferenz der Academy of Management in Boston in die Best Paper Proceedings (beste zehn Prozent der Papers) aufgenommen wurde und die demnächst veröffentlicht wird.

(Hess, Manuel; Sirén, Charlotta; Wincent, Joakim; Grichnik, Dietmar.2019.Venture Capital And The Effects Of Gender Diversity In New Venture Board Interlocks.In Guclu Atinc (Ed.),Proceedings of the Seventy-ninth Annual Meeting of the Academy of Management.Online ISSN: 2151-6561).


«HSG Spin-Off Barometer 2019» – Wertschöpfung erneut erhöht

76 zumeist jungen Firmen, bei denen HSGlerinnen und HSGler an der Gründung beteiligt waren, haben 2018 mehr als 150 Millionen Franken Umsatz erzielt und seit ihrer Gründung über 3500 Stellen geschaffen. In der Region St.Gallen tragen 22 Unternehmen das Spin-Off Label der Universität St.Gallen, wie das «HSG Spin-Off Barometer 2019» zeigt.

Seit 2017 können sich Unternehmen, die aus dem Umfeld der Universität St.Gallen gegründet worden sind, um das «HSG Spin-Off Label» bewerben. Wer ein bereits erfolgreich etabliertes Unternehmen betreibt oder wer mit seinem Startup seit mindestens zwölf Monaten am Markt ist, kann beim Center for Entrepreneurship (CfE-HSG) einen Antrag für das Gütesiegel stellen. Das HSG Spin-Off Label ist begehrt: Bis im März 2019 waren 122 Unternehmen mit dem Label ausgezeichnet worden. 22 davon haben ihren Hauptsitz in der Stadtregion St.Gallen, 4 weitere sind in den Kantonen St.Gallen, Thurgau, Schaffhausen und Graubünden ansässig, 67 in der restlichen Schweiz, 29 im Ausland. Die aktuelle Liste der Unternehmen mit HSG Spin-Off Label findet sich auf der Webseite des CfE-HSG.

Direkter Beitrag zur regionalen Wertschöpfung in der Ostschweiz

Das CfE-HSG führte im Frühling 2019 die zweite Erhebung zum HSG Spin-Off Barometer durch, an welcher 76 Unternehmen mit dem HSG Spin-Off Label teilgenommen haben. Diese Umfrage ergab, dass die grösste Gruppe der HSG Spin-Offs (40) ihren Hauptsitz im Raum Zürich hat. Zudem ist die Zahl der HSG Spin-Offs mit Standort in der Region St.Gallen, nämlich 22, überproportional hoch. Erkenntnisse aus der Entrepreneurship-Forschung zeigen, dass universitäre Spin-Offs regionales Wachstum fördern. Dies bestätigt sich dadurch, dass überdurchschnittlich viele Spin-Offs der HSG sich in St.Gallen selbst niederlassen und so einen direkten Beitrag zur regionalen Wertschöpfung leisten.

Hälfte aller Gründerinnen und Gründer aus der HSG sind «Serientäter»

Von den 76 befragten HSG-Unternehmerinnen und -Unternehmern gaben 36 an, neben ihrem Unternehmen mit HSG Spin-Off Label noch mindestens eine zusätzliche Firma gegründet zu haben. Somit sind fast die Hälfte der Spin-Off Gründerinnen und Gründer sogenannte «Serial Entrepreneure». Und das erfolgreich: 81% der zusätzlich gegründeten Unternehmen sind noch aktiv. Bei 64% der Unternehmen sind die Gründerinnen und Gründer noch geschäftlich involviert. Dass es sich um erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer handelt, zeigt auch ein Ranking des Wirtschaftsmagazins «Bilanz»: In den Top 10 der erfolgreichsten «Digital Shapers» in der Kategorie «Serial Entrepreneurs» sind mit Marc Degen (modum.io), Adrian Locher (DeinDeal, Merantix), Dorian Selz (Namics) und Tobias Reichmuth (SUSI Partners) vier Gründer von HSG Spin-Offs vertreten.

HSG Spin-Offs wachsen überdurchschnittlich

Des Weiteren ergab die Studie, dass 75% der HSG Spin-Offs ihren Umsatz innerhalb eines Jahres mindestens um 11% steigern konnten. 30% konnten ihren Umsatz innerhalb eines Jahres sogar verdoppeln. Zudem stellten die HSG Spin-Offs im vergangenen Jahr 2018 im Durchschnitt 14 neue Mitarbeitende ein. Das durchschnittliche Wachstum der Anzahl der Beschäftigten betrug 65%. Gemäss dem «Swiss Startup Radar 2018/2019» beträgt das durchschnittliche Beschäftigungswachstum von Schweizer Startups in den ersten zehn Jahren 6.7% pro Jahr und in den darauffolgenden zehn Jahren 13.6% pro Jahr. Somit war das durchschnittliche Wachstum von HSG Spin-Offs im vergangenen Jahr deutlich höher als bei nicht-universitären Schweizer Startups über zehn Jahre.

Entscheidende Unterstützung durch Startup@HSG und die Universität St.Gallen

Mehr als ein Drittel der 76 befragten Spin-Offs der Universität St.Gallen hat in ihrer Gründungsphase die Unterstützung der Initiative Startup@HSG des Center for Entrepreneurship der HSG genutzt, welche die erste Anlaufstelle für Startups und Unternehmertum an der Universität St.Gallen ist. Die durchschnittliche Zufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer betrug dabei 8 von 10 Punkten. Auch andere Studien zeigen, dass universitäre Frühförderung von Startups zum späteren Erfolg am Markt beiträgt. Zum Angebot von Startup@HSG gehören Coaching, Büroräume, Veranstaltungen und vieles mehr für HSG Startups und solche, die es werden wollen. Seit 2018 gibt es auch den St.Galler Startup Navigator. Die an der Universität St.Gallen entwickelte Methode begleitet angehende Unternehmerinnen und Unternehmer dabei, ihr Startup Schritt für Schritt erfolgreich in die Tat umzusetzen.

Die vollständigen Resultate des HSG Spin-Off Barometer 2019 sind auf der Webseite des Center for Entrepreneurship (CfE-HSG) einsehbar: https://www.cfe.unisg.ch/for-start-ups/hsg-spin-off-barometer/


Kilian Wagner ist HSG Gründer des Jahres 2019

Während des «START Summit» am Freitag, 22. März 2019, ist Kilian Wagner stellvertretend für das Unternehmen VIU zum «HSG Gründer des Jahres 2019» gekürt worden.

Kilian Wagner hat sich 2013 mit der Gründung von VIU die Aufgabe gestellt, den Brillenmarkt zu revolutionieren. Seine VIU-Brillen werden in der Schweiz gestaltet und anschliessend in einem italienischen Familienbetrieb in den Dolomiten handgefertigt. VIU hat sich seither als Vorreiter im Bereich «Eyewear» etabliert. Im 3D-Druckverfahren stellt die Firma auch die so genannte «Archetypes Collection» aus Polyamidstaub her. VIU bedient in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit mehr als 300 Mitarbeitenden über 100'000 Kunden. Ein Markteintritt in Dänemark, Schweden und England ist für 2019 vorgesehen.

In einem dreiminütigen Beitrag berichtete das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) am 22. März in der Tagesschau über den HSG Gründer des Jahres und das erfolgreiche HSG Spin-Off Label: